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Schwerpunktthema Fliegen

Reaktion von Wildtieren auf Flugobjekte

Wildtiere reagieren auf Störungen aus der Luft bereits bei einem Abstand von 600 m mit verstärktem Sichtverhalten. Der Sicherungsaufwand steigt um das 4-Fache an. Damit verbunden sind Stress und weniger Zeit für Nahrungsaufnahme oder Ruhephasen.

Faktoren die Reaktionen verstärken und zu panikartiger Flucht führen

Bei Unterschreitung einer gewissen Fluchtdistanz kommt es vor allem auf Freiflächen oberhalb der Waldgrenze rasch zu Rudelbildung und Fluchtreaktionen der Tiere. Diese Fluchtdistanz kann je nach Wildart und Befliegungsgebiet sehr unterschiedlich sein, im Durchschnitt kann jedoch von einer Fluchtdistanz von 300 m ausgegangen werden. Das direkte Überfliegen der Tiere in geringer Flughöhe führt unweigerlich zu panikartiger Flucht („Adlereffekt“). Besondere Gefahr bedeutet für die Tiere auch ein rasch über einer Geländekante auftauchendes Flugobjekt. „Kontourflüge“ entlang von Wänden, das knappe Überfliegen von Geländekanten und das direkte Zufliegen auf Tiere, sollten daher unbedingt vermieden werden. Auch der Schatten des eignen Fluggerätes sollte beachtet werden, auch er löst bereits Panik unter den Tieren aus. Ebenso wird das Fluchtverhalten verstärkt je weiter sich die Tiere von der nächsten sicheren Deckung, also meistens Wald, entfernt befinden.

Gewöhnungseffekt (Habituierung)

Nachgewiesenermaßen kann es bei Wild auch zu einem Gewöhnungseffekt an vom Menschen verursachten Störungen kommen. Dazu sind jedoch ganz bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Abhängig ist eine solche Gewöhnung vor allem von einer gewissen Regelmäßigkeit sowie von der Frequenz der Störungen. Nur bei lange anhaltenden, regelmäßigen Störungsquellen ist eine Gewöhnung möglich. Vor allem entlang viel und regelmäßig begangenen Wanderwegen oder entlang stark genutzten Skipisten oder Skitourenrouten kann dieser Effekt auftreten, allerdings nur, solange diese Wege nicht verlassen werden und die Nutzung zur Tageszeit erfolgt. Flieger können diesen Gewöhnungseffekt nutzen, indem sie immer dieselben Routen für den Anflug wählen. Prinzipiell bedeutet jedes Fluggerät für Wildtiere eine Gefahr. Ein schon aus weiter Entfernung hörbares Fluggerät, wie z. B. ein Hubschrauber ist jedoch für ein Tier wesentlich leichter einzuschätzen als ein leises Fluggerät, z. B. ein Paragleiter oder ein Heißluftballon, der plötzlich unvermutet über einem Berggrat auftaucht.

Folgen von Störungen

Vor allem überraschende, für das Wild nicht vorhersehbare Störungen führen zu panikartiger Flucht und damit verbundener Absturzgefahr. Selbst wenn jedoch die Tiere nicht abstürzen entsteht vor allem im Winter ein nicht mehr kompensierbarer Verlust von Energiereserven, der wiederum zum Erkranken oder gar zum Tod des Tieres führen kann. Die Auflösung sozialer Verbände führt vor allem bei Birk- und Schneehühnern zum dauerhaften Verlassen angestammter Biotope. Auch die Gelegegrößen beim Federwild werden durch dauernde Störungen maßgeblich beeinflusst und dadurch ohnehin gefährdete Federwildarten noch stärker reduziert. Nicht zuletzt können durch menschliche Störungen in tiefer liegende Wälder abgedrängte Tiere im Wald zu Schaden gehen und dabei durch Verbiss und Schälung die für uns Menschen wichtigen Schutzwälder gefährden.

Empfehlungen für Flieger

  • Reduzierung der Flüge (vor allem im Winter) auf das unbedingt notwendige Maß
  • Reduzierung der Flüge zur Zeit der Jungenaufzucht (Mai bis Juli)
  • Vermeidung von Flügen während der Hauptaktivitätszeiten des Wildes (Dämmerungs- und Nachtzeit)
  • Große Überflughöhe und ausreichend Distanz zu Felswänden (mind. 300 m)
  • Landeanflug bzw. Abflug möglichst im rechten Winkel
  • Bei Versorgungs- oder Rettungsflügen Einhaltung der immer selben An- und Abflugroute
  • Keine „Kontourflüge“ oder knappes Überfliegen von Bergrücken
  • Beachtung der „Ruhezonen“ des Wildes
  • Starten und Landen nur an ausgewiesenen Start- oder Landeplätzen
  • Falls Wildtiere zu sehen sind ruhig Verhalte und möglichst rasch aufsteigen bzw. das Gebiet verlassen