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Wildlebensraum Schilf

Die wenigen noch intakten Schilfgürtel an unseren heimischen Seen sind wertvolle kleine Ökosysteme die für einen funktionierenden Stoffkreislauf der Seen sorgen und zugleich unverzichtbarer Lebensraum für verschiedene wildlebende Tierarten sind.

Vögel nutzen Schilfbestände als Brut-, Rast-, Sing-, Mauser- oder Schlafplatz, als Jagdgebiet oder Fluchtversteck.  Einige „Schilfvögel“ wie z. B. Rohrsängerarten, Rohrdommel oder Zwergdommel, verbringen ihr ganzes Leben im Schilf. Sie sind perfekt an ein Leben im Schilfröhricht angepasst. Andere sind dort  nur  zeitweise  zu  Hause,  wie beispielsweise Haubentaucher, Silberreiher und Blässhuhn zum Brüten. Aber auch Rotkehlchen, Blaumeise, Fitis, Zilpzalp, Mönchs- und Gartengrasmücke, nutzen Röhrichte oft als sichere Rast- und Schlafplätze während des Zuges – Stare, Rauch-, Mehl- und Uferschwalben mitunter in Schwärmen von mehreren Tausend Tieren!

Die (Unter-)Wasserzone des Schilfröhrichtes dient als Laichhabitat, Kinderstube und Fluchtversteck für einen Großteil der in einem stehenden Gewässer vorkommenden Fischarten. Diese Arten finden hier auch die meiste Nahrung.

Auch Amphibien (Erdkröten, Grünfrösche) nutzen ufernahe Bereiche des Schilfröhrichtes, um dort ihren Laich abzulegen,  die  Kaulquappen finden zwischen den Schilfhalmen Schutz vor Fressfeinden. Ringelnattern sind unsere einzigen Schlangen, die regelmäßig Wasserlebensräume zur Nahrungssuche nutzen. Die Art ist scheu und wehrt sich bei Störung durch ein stinkendes Sekret. Aber selbst Säugetiere wie Wasserspitzmäuse, Zwergmäuse, Schermäuse und Bisamratten finden im Schilf einen geeigneten Lebensraum.

In den letzten Jahrzehnten sind die Wasser-Schilfbestände an Seen in ganz Europa mit nur wenigen Ausnahmen stark zurückgegangen. Eine wichtige Ursache ist die verstärkte mechanische Belastung des Schilfes durch zu starken Wellengang (z. B. von Motorbooten), durch Treibgut,  Hagel, Eisdruck sowie Bade- und Freizeitbetrieb. Auch durch Boote, Surfer oder Paddler oder durch Schnitt können Schilfhalme beschädigt werden. Zudem sind hart verbaute Ufer eine Gefahr für das Schilf, weil durch die Reflexion der Wellen die mechanische Belastung des Schilfes erhöht wird.

Durch die Beachtung folgender Verhaltensregeln können Sie einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt dieses wichtigen Ökosystems beitragen:

  • Halten sie Abstand von wildlebenden Tieren, ihren Nestern und Brutstätten! Jede mutwillige Beunruhigung  kann zum Tod der Jungtiere führen!
  • Führen Sie Ihren Hund an der Leine!
  • Hinterlassen Sie keinen  Müll!
  • Schilf weder schneiden noch ausreißen!
  • Benützen Sie zum Schwimmen oder Angeln die dafür vorgesehenen Bereiche außerhalb von Seerosen- und Röhrichtbeständen!
  • Halten Sie beim Schwimmen, Surfen, Fahren mit dem Boot oder auch als Spaziergänger Abstand zu Schilfbeständen!
  • Betanken Sie Ihr Boot nicht in der Nähe von Schilfröhricht!
  • Tiere bitte nicht Füttern. Von Menschen angebotenes Futter kann für Vögel tödlich sein und verschmutzt außerdem die Gewässer!
  • Setzen Sie keine Tiere aus (z. B. Goldfische, Schildkröten, etc.)! Dies führt u. a. zur Verdrängung heimischer Arten, zumindest aber zur Verfälschung der natürlich funktionierenden Artenzusammensetzung.
  • Genießen Sie die Ruhe und verzichten Sie in der Nähe von Schilfbeständen auf laute Musik!

Weitere Informationen erhalten Sie in der Broschüre der Naturschutzabteilung des Landes zum Thema „Lebensraum Schilf“ im Downloadbereich.